Mobilität und Migration
Migration und Mobilität sind Grundkonstanten menschlicher Existenz. Ihre Erforschung eröffnet ein tieferes Verständnis historischer Prozesse, die Gesellschaften geprägt und verändert haben. Die Forschungsprojekte am DHIP widmen sich verschiedenen Dimensionen von räumlicher Mobilität und Migration, von der mittelalterlichen bis zur jüngsten Vergangenheit.
Ausgehend von Themen wie Transfer und Austausch beleuchten wir die französische und deutsch-französische Geschichte, überschreiten jedoch häufig diesen räumlichen und kulturellen Rahmen. Mit einem weit gefassten Begriff von Mobilität erforschen wir Themen, die von der Translation von Reliquien bis zur alltäglichen urbanen Mobilität in afrikanischen Städten reichen.
Dabei kombinieren unsere Projekte objekt-, wissens- und infrastrukturgeschichtliche Ansätze mit sozialgeschichtlichen Perspektiven. Freiwillige Bewegungen, wie etwa die Reisen von Gelehrten an mittelalterlichen Universitäten, kommen damit ebenso in den Blick wie strukturierte oder erzwungene Migrationen, wie jene von Frauen, die in der Frühen Neuzeit als »Bräute« in französische Kolonien geschickt wurden. Der Einsatz digitaler Methoden, u.a. bei der Untersuchung deutscher Auswanderer nach Paris im 19. Jahrhundert, eröffnet dabei neue Einblicke in die Sozialgeschichte der Migration.
Bildnachweis: Tabula Peutingeriana, Segment 1 (Ausschnitt), Wien, ÖNB, lat. 324, Österreichische Nationalbibliothek.
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Vergangene Veranstaltungen
Gabrielle Verlyck (Univ. Lille), Saints d’outre-Manche. Diffusion et réception liturgiques des saints anglais en Flandre (Xe–XIe siècle)
Seminar zur mittelalterlichen Geschichte
11. Februar 2026
Christoph Mauntel (Univ. Osnabrück), Wartezeiten. Zu einer wenig beachteten Dimension der Mobilität im Mittelalter
Les jeudis de l’Institut historique allemand
18. Dezember 2025
Mobilität in der Geschichte Afrikas. Neue Zugänge zum »mobility turn«
Sommeruniversität 2024
4.–6. Juni 2024
